Pfarrkirche in Andernach darf sich zu Recht "MARIENDOM" nennen...!
SMB-Kapellen-Wanderer erlebten in der PELLENZ Heimatkunde und (Kirchen-) Geschichte(n) hautnah vor Ort in ANDERNACH und EICH sowie in NICKENICH
Region Mayen/Pellenz.
"Die Kapellenwanderungen der St.-Matthias-Bruderschaft Mayen (SMB) erfreuen sich immer großer Beliebtheit und sind ein fester Bestandteil im SMB- Pilger-Programm" hieß es in der Einladung der SMB zur 13. Kapellenwanderung, die an einem 13. um 13 Uhr startete.
Diesmal war das heimische "Pellenz"-Gebiet Ziel der Pilgerstationen in ANDERNACH und EICH sowie in NICKENICH, zu dem sich die "Pilger-Hundertschaft" aufmachte.

In ANDERNACH wurde klargestellt, das "unsere Pfarrkirche Maria Himmelfahrt zu Recht die Namensbezeichnung `MARIEN-DOM´trägt - auch ohne dauerhaft Bischofsitz zu sein", klärte der Andernacher Chronist Josef NONN zur Herkunft der "Dom"-Benennung auf: "Der Erzbischof von TRIER war auch Pfarrer in dieser = seiner Eigenkirche in Andernach."

Zur Geschichte erhielten die Kapellenpilger
> Hinweise auf karolingische Grabstätten unter der heutigen Kirche,
> Erläuterungen zum Zerstörungs- und Wiederaufbau-Schicksal und
> zur Innengestaltung und ihren Besonderheiten wie bspw. dem KAISER-ALTAR, von Friedrich III. 1475 gestiftet, dem Basaltsäulen-Taufbecken aus dem 13. Jhd. und den 8 abstrakt gestalteten Kirchenfenstern mit Motiven aus der Lauretanischen Litanei.
> den Hinweis auf eine 2006 neben der Kirche entdeckte römische Badeanlage aus dem 4.Jhd.

Mit Gebet und Gesang unterstützten die Matthias-Freunde eine von Pfr. Lutz SCHULTZ gestaltete Pilger-Andacht, bei der sie auch mit dem Pilgersegen bedacht wurden.

Kapellenwanderungen "leben" von fleißigen Pilger-Akteuren.
In ANDERNACH waren dies (oben v.l.): Josef NONN & Pfr. Lutz SCHULTZ, denen der herzliche Dank des SMB-Brudermeisters Heinz SCHÄFER galt.

Zufriedene und erwartungsfrohe GESICHTER, sowie interessierte GESPRÄCHE begleiteten das Miteinander der Kapellenpilger beim Aufbruch in Andernach zu den weiteren Pilgerstationen (s.o.).

Als nachweislich 4. Kirche in EICH erhebt sich die dortige Pfarrkirche "MARIA GEBURT" auf einer Anhöhe mitten im Ort.
Das Patronat wechselte im Laufe der Geschichte von "St. REMIGIUS" über die hl. KATHARINA zu "MARIA GEBURT" (seit 26.5.1897= Weihe durch Trierer Bischof Dr. Felix KORUM).
Das 2. Vatikanische Konzil führte in den 1960-er Jahren auch in Eich zu (baulichen) Veränderungen des Kirchen-Innenraumes, wird im obigen Bild -im Ergebnis positiv- deutlich.
Pfr. Prof. Dr. Günther Schmahl gab hierzu den Kapellenpilgern sehr sachkundige Erläuterungen, bevor GEBET und GESANG den Abschluss des Eicher Kirchen-Besuches bildeten (s.Foto unten).

Vor dem Aufbruch zur nächsten Pilger-Station nach NICKENICH positionierten sich die Kapellenwanderer vor der Pfarrkirche Maria Geburt in EICH zum (obligatorischen) GRUPPENFOTO ( nachfolgendes Bild ).

"Die heutige Pfarrkirche St. ARNULFUS in NICKENICH ist wohl die dritte ihrer Art", erfuhren die Kapellenpilger auf ihrer dortigen Abschluss-Station.
Als Mitglied des Pfarrverwaltungsrates und Chronik-Sachkennerin wusste Birgit MÜLLER-LEERSCH mit interessanten (Bau- und Kirchen-) geschichtlichen Informationen aufzuwarten (s.Bild unten).
"Dem ersten Bau folgte gegen 1200 die zweite Kirche, die auf den Resten einer römischen Villa errichtet wurde, und von der heute noch der ROMANISCHE TURM erhalten ist!" leitete Frau Müller-Leersch über zu "ersten Nachrichten von Wunderheilungen aus dem 16.Jhd., die anno 1754 zur Anerkennung der Arnulphus-Verehrung durch ROM führten".
Zahlreiche Prozessionen aus der Region führten daraufhin zu den Reliquien des "Heiligen zu NICKENICH" (1753-1784 -jährlich zwischen dem 14. und 18.8.-um die 3000 Pilger!).
Dies interessierte die Matthias-Pilgerfreunde natürlich ebenso sehr wie weitere Infos zum Kirchenpatron.
Arnulphus war ehemals bis zu seinem Tode (+ 641) BISCHOF von METZ und wurde -wahrscheinlich unter dem Einfluss der Abtei MARIA LAACH- durch ABT JOHANN WINKELIN von NICKENICH (1328-1333) zum Kirchenpatron des "Pellenz-Domes" erhoben.

Die Abschluss-Station der Kapellenwanderung in NICKENICH war dann auch Treffpunkt für ein abschließendes gemütliches Beisammensein der Matthiasfreunde.
Die KULTUR-SCHEUNE in Nickenich, in der Bürgermeister Gottfried BUSCH die Pilger herzlich wilkommen hieß, bot dazu ein absolut passendes Ambiente zum Gespräch und "Genuss" sowie entsprechenden Dankesworten an alle, die den heimatkundlichen Pilgertag möglich gemacht haben!
DANKE auch an die PRESSE (RZ, Wiittich & KRUPP für ihre Publikation dieser Pilgeraktion mit dem Ziel, (auch weiterhin) mit dabei zu sein...
Jedermann ist eingeladen, mit UNS ZU GEHEN auf GUTEM WEG! -Dieter Preß-
Deshalb: WER NOCH MEHR ERFAHREN WILL über (weitere) Aktivitäten der SMB MAYEN, dem empfiehlt sich ein KLICK auch auf
www.eifelcamino.de > EC aktuell und natürlich auch DORT...

